Company Stack

Unternehmen organisieren

Liquiditätsplanung mit Excel: Vorlage und Beispiel

Ein Liquiditätsplan zeigt, wann Geld eingeht und wann es abfließt. Die Excel-Vorlage führt zwölf frei beschriftbare Planmonate vom Anfangsbestand bis zum Monatsendbestand. Sie erfassen erwartete Zahlungen und sehen, ob Ihre selbst festgelegte Mindestreserve unterschritten wird.

Redaktionell aktualisiert am 4 Minuten Lesezeit

Unternehmerin plant Zahlungstermine mit Kalender und Laptop

Excel-Vorlage herunterladen und befüllen

Die Datei enthält einen leeren Plan und einen separat gekennzeichneten ausgefüllten Rechenfall. Tragen Sie im Plan den verfügbaren Anfangsbestand und Ihre Mindestreserve ein. Beschriften Sie die zwölf Monate und erfassen Sie die erwarteten Ein- und Auszahlungen jeweils positiv. Die Summen und Folgemonatsbestände berechnen sich aus diesen Eingaben.

Die Vorlage arbeitet ohne Makros und ohne Bankverbindung. Ihre Eingaben bleiben in Ihrer heruntergeladenen Datei. Leere Eingabefelder werden in Summen wie null behandelt: Ein rechnerisch ausgeglichener Plan bestätigt deshalb nicht, dass Sie alle Zahlungen erfasst haben. Nutzen Sie vor der Entscheidung die Vollständigkeitsprüfung unten.

Zahlungsmonat statt Rechnungsdatum

Die IHK Düsseldorf unterscheidet den vorausschauenden Liquiditätsplan von der rückblickenden Gewinn- und Verlustrechnung. Für Ihren Plan ist entscheidend, wann Sie tatsächlich mit einer Zahlung rechnen. Ein Auftrag, eine gestellte Rechnung und ein Zahlungseingang sind drei verschiedene Ereignisse.

Erfassen Sie Beträge in der Höhe, in der Geld tatsächlich fließt. Das gilt auch für Steuerzahlungen, Finanzierungen und Privatentnahmen. Die Vorlage berechnet keine Steuern und leitet keine gesetzlichen Zahlungsfristen ab. Stimmen Sie diese Beträge und Termine mit den zuständigen Unterlagen oder Ihrer Beratung ab.

Zahlungsmonat statt Rechnungsdatum
VorgangIm Plan erfassenHäufiger Fehler
KundenrechnungErwarteten Eingang im ZahlungsmonatSchon den Auftrag als verfügbares Geld zählen
LieferantenrechnungAuszahlung zum vorgesehenen TerminNur den Nettowarenwert trotz Bruttozahlung erfassen
DarlehenAuszahlung und spätere Tilgung getrenntTilgung übersehen, weil sie keine normale Aufwendung ist
Interne KontobewegungBei Gesamtplanung nicht doppelt zählenUmbuchung als zusätzlichen Kundeneingang behandeln

So entsteht der Monatsendbestand

Im angenommenen Beispiel stehen zu Beginn 8.000 Euro zur Verfügung. Erwartet werden 12.000 Euro Kundenzahlungen. Lieferanten erhalten 6.000 Euro, Personal 4.000 Euro, Miete und laufende Kosten 2.000 Euro, Steuern 1.500 Euro und Tilgung 500 Euro. Insgesamt fließen 14.000 Euro ab. Der Endbestand beträgt 6.000 Euro.

Bei einer gewählten Mindestreserve von 5.000 Euro bleiben 1.000 Euro Spielraum. Verschieben sich 4.000 Euro Kundenzahlungen in den Folgemonat, sinkt der Endbestand auf 2.000 Euro. Dann fehlen gegenüber der Reserve 3.000 Euro. Der Folgemonat beginnt mit diesem tatsächlich verschobenen Bestand; der spätere Eingang darf nicht in beiden Monaten stehen.

Wöchentlich aktualisieren, Monatswerte nicht blind übernehmen

Gleichen Sie den Anfangsbestand mit dem verfügbaren Geld ab. Prüfen Sie offene Kundenrechnungen, Lieferantenziele, Personal, Steuern, Finanzierung und größere einmalige Anschaffungen. Ersetzen Sie vergangene Annahmen durch Ist-Zahlungen und aktualisieren Sie offene Termine. Halten Sie fest, wer welche unsichere Zahlung bestätigt.

Ein Monatsendbestand kann eine Lücke innerhalb des Monats verdecken. Wenn größere Zahlungen an einzelnen Tagen oder Wochen anstehen, ergänzen Sie einen feineren Plan. Ein nicht zugesagter Kredit oder ein nur erhoffter Auftrag ist keine gesicherte Finanzierung. Besprechen Sie erkennbare Engpässe frühzeitig mit Ihren zuständigen Ansprechpartnern.

Wann sich Planungssoftware lohnt

Die Tabelle genügt häufig als Einstieg, solange eine Person einen überschaubaren Bestand pflegt. Mehrere Konten, viele offene Posten, mehrere Gesellschaften und häufige Planänderungen erhöhen den Abstimmungsaufwand. Dann ist eine Software sinnvoll, wenn sie genau diese Daten zuverlässig übernimmt und Annahmen nachvollziehbar hält.

Behalten Sie auch dort die Kontrolle über Vollständigkeit und Zahlungsannahmen. Eine Bankanbindung kennt nicht automatisch alle künftigen Verpflichtungen. Nutzen Sie den Softwarevergleich mit demselben Rechenfall wie in der Vorlage, damit Prognose und Kosten vergleichbar werden.

Vor der Entscheidung prüfen

  • Anfangsbestand mit Konten abgestimmt
  • Alle erwarteten Zahlungen und Steuern erfasst
  • Umbuchungen nicht doppelt gezählt
  • Unsichere Zahlungstermine gekennzeichnet
  • Reserve und kürzeren Prüfzeitraum festgelegt

Ihre Auswahl: Liquiditätsplanung mit Excel: Vorlage und Beispiel

Halten Sie Ihren Bedarf und die bestätigten Antworten fest. Diese Arbeitsvorlage bleibt bei Ihnen.

Arbeitsvorlage herunterladen
Prüffragen anzeigen
  1. Ausgangsbestand

    Welche verfügbaren Mittel sind am Beginn enthalten?

  2. Unsicherheit

    Welche drei Eingänge könnten später kommen?

  3. Maßnahmen

    Wer prüft einen Fehlbetrag bis zu welchem Datum?

Wie diese Einordnung entsteht

Die Einordnung beruht auf den verlinkten Herstellerangaben, nicht auf einem eigenen Produkttest. Preisstände und offene Punkte stehen bei den jeweiligen Quellen. Rechenbeispiele nennen ihre Annahmen; unbekannte Kosten werden nicht mit null angesetzt. Affiliate-Vergütungen ändern diese Auswahlkriterien nicht. Fachliche Eignung und individuelle Vertragsbedingungen sind vor Abschluss zu prüfen.

Quellen und Prüfstand

IHK Düsseldorf: LiquiditätssicherungVorausschauende Ein- und Auszahlungen; Abgrenzung zur GuV. Geprüft am 30. Oktober 2026.