Bruttolohn ist nicht die Kostenuntergrenze
Für jede bezahlte Einsatzstunde entstehen zusätzliche Arbeitgeberkosten. Gleichzeitig werden Urlaub, Krankheit, Einarbeitung und Zeiten ohne direkte Kundenabrechnung über die produktiven Stunden finanziert. Ein kleiner prozentualer Aufschlag auf den Bruttolohn bildet diese Struktur nicht ausreichend ab.
Die Kalkulation sollte mit Jahreskosten je Mitarbeiter und realistisch verkaufbaren Stunden arbeiten. Dadurch werden Ausfallzeiten und nicht besetzbare Kapazität sichtbar. Branchenspezifische tarifliche und gesetzliche Vorgaben müssen aktuell geprüft werden.
Schicht, Objekt und Organisation verursachen Zusatzkosten
Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste können Zuschläge auslösen. Hinzu kommen Dienstkleidung, Kommunikation, Kontrollsysteme, Fahrzeuge oder objektspezifische Schulungen. Auch Einsatzleitung und kurzfristige Ersatzplanung gehören zum Auftrag.
Ein Objektpreis sollte diese Anforderungen transparent abbilden. Werden mehrere Qualifikationen, Positionen oder Zeitfenster benötigt, ist eine differenzierte Kalkulation belastbarer als ein einheitlicher Stundensatz für jede Leistung.