Was bedeutet Soll?
Soll ist die linke Kontoseite. Bei aktiven Bestandskonten und Aufwandskonten werden Zugänge typischerweise im Soll gebucht.
Soll und Haben sind die linke und rechte Seite eines Kontos. Sie sagen nicht automatisch „gut“ oder „schlecht“, sondern zeigen, auf welcher Kontoseite eine Buchung erfasst wird.
Soll ist die linke Kontoseite. Bei aktiven Bestandskonten und Aufwandskonten werden Zugänge typischerweise im Soll gebucht.
Haben ist die rechte Kontoseite. Bei passiven Bestandskonten und Ertragskonten werden Zugänge typischerweise im Haben gebucht.
Ein Buchungssatz wird klassisch als „Sollkonto an Habenkonto“ formuliert. Beispiel: Bank an Forderungen.
Die Bank bucht aus ihrer Sicht. In deiner Buchhaltung ist Bank ein aktives Bestandskonto: Einzahlung im Soll, Auszahlung im Haben.
Der Schlüssel ist die Kontenart. Wer Soll und Haben auswendig lernen will, wird schnell verwirrt. Besser ist die Frage: Handelt es sich um Vermögen, Schulden, Aufwand oder Ertrag?
| Kontenart | Zunahme | Abnahme | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Aktives Bestandskonto | Soll | Haben | Bank, Kasse, Forderungen, Anlagevermögen |
| Passives Bestandskonto | Haben | Soll | Darlehen, Verbindlichkeiten, Eigenkapital |
| Aufwandskonto | Soll | Haben | Miete, Software, Löhne, Abschreibung |
| Ertragskonto | Haben | Soll | Umsatzerlöse, Zinserträge |
Kunde bezahlt Rechnung: Bank an Forderungen. Das Bankkonto steigt im Soll, die Forderung sinkt im Haben.
Software-Rechnung wird erfasst: Softwareaufwand und Vorsteuer an Verbindlichkeiten. Aufwand und Vorsteuer stehen im Soll, die Schuld im Haben.
Darlehen wird ausgezahlt: Bank an Darlehen. Bank steigt im Soll, Darlehensverbindlichkeit steigt im Haben.
Umsatzrechnung wird geschrieben: Forderungen an Umsatzerlöse und Umsatzsteuer. Forderung im Soll, Erlös und Umsatzsteuer im Haben.
Auf deinem Bankauszug kann eine Gutschrift anders dargestellt werden als in deiner Buchhaltung. Das liegt daran, dass die Bank aus ihrer eigenen Perspektive bucht: Dein Guthaben ist für die Bank eine Verbindlichkeit.
In deiner Buchhaltung ist Bank dagegen ein Vermögenskonto. Mehr Guthaben bedeutet Zugang auf einem aktiven Bestandskonto und wird deshalb im Soll gebucht.
Soll ist nicht automatisch Eingang. Haben ist nicht automatisch Ausgang. Und eine Zahlung ist nicht dasselbe wie Aufwand oder Ertrag. Genau diese Unterscheidung macht Buchhaltung am Anfang ungewohnt.
Die Themen hängen zusammen: EÜR, doppelte Buchführung, Soll und Haben, Buchungssätze, GuV und Bilanz erklären jeweils einen Teil des gesamten Rechnungswesens.
Nein. Bei aktiven Bestandskonten und Aufwandskonten bedeutet Soll meist Zunahme. Bei passiven Bestandskonten ist die Zunahme dagegen im Haben.
Nein. Erträge und passive Bestandskonten steigen im Haben. Bei Bank oder Kasse bedeutet Haben dagegen Abnahme.
Das ist die klassische Schreibweise für einen Buchungssatz. Das Konto vor „an“ wird im Soll gebucht, das Konto danach im Haben.
Sie sorgen dafür, dass jede Buchung ausgeglichen ist und Bilanz sowie GuV rechnerisch zusammenpassen.
Regelt unter anderem Gewinnermittlung, Betriebsausgaben und Einnahmenüberschussrechnung.
Nennt steuerliche Umsatz- und Gewinngrenzen für bestimmte Buchführungspflichten.
Grundnorm zur handelsrechtlichen Buchführungspflicht für Kaufleute.
Regelt Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Jahresabschluss.
Gliederung der Bilanz für Kapitalgesellschaften.
Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung für Kapitalgesellschaften.