Was ist ein Buchungssatz?
Ein Buchungssatz benennt, welche Konten im Soll und Haben bebucht werden. Er ist die sprachliche Form einer Buchung.
Ein Buchungssatz übersetzt einen Geschäftsvorfall in Soll und Haben. Wer systematisch vorgeht, kann Rechnungen, Zahlungen, Darlehen, Anschaffungen und Abschreibungen sauber einordnen.
Ein Buchungssatz benennt, welche Konten im Soll und Haben bebucht werden. Er ist die sprachliche Form einer Buchung.
Das Konto vor „an“ steht im Soll. Das Konto nach „an“ steht im Haben. Beispiel: Bank an Forderungen.
Bei umsatzsteuerpflichtigen Rechnungen werden Umsatzsteuer oder Vorsteuer zusätzlich erfasst. Dadurch entstehen oft zusammengesetzte Buchungssätze.
Sie machen nachvollziehbar, warum GuV, Bilanz, offene Posten und Umsatzsteuerabstimmung zusammenpassen.
1. Geschäftsvorfall verstehen: Rechnung, Zahlung, Kauf, Darlehen, Abschreibung oder Umbuchung?
2. Betroffene Konten bestimmen: Bank, Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwand, Ertrag, Steuerkonto oder Anlagevermögen?
3. Kontenart prüfen: Aktiv, Passiv, Aufwand oder Ertrag?
4. Richtung bestimmen: Welches Konto nimmt zu, welches nimmt ab?
5. Beträge aufteilen: Netto, Umsatzsteuer, Vorsteuer, Brutto und Teilzahlungen prüfen.
6. Buchungssatz formulieren: Sollkonto an Habenkonto.
Ausgangsrechnung: Forderungen an Umsatzerlöse und Umsatzsteuer.
Kundenzahlung: Bank an Forderungen.
Eingangsrechnung: Aufwand und Vorsteuer an Verbindlichkeiten.
Zahlung an Lieferanten: Verbindlichkeiten an Bank.
Laptopkauf: Anlagevermögen und Vorsteuer an Bank.
Darlehensauszahlung: Bank an Darlehensverbindlichkeit.
| Geschäftsvorfall | Buchungssatz | Warum? |
|---|---|---|
| Kunde zahlt offene Rechnung | Bank an Forderungen | Bank steigt, Forderung sinkt. |
| Software-Rechnung offen | Softwareaufwand und Vorsteuer an Verbindlichkeiten | Aufwand entsteht, Vorsteuerforderung und Lieferantenschuld werden erfasst. |
| Darlehen wird ausgezahlt | Bank an Darlehen | Liquidität steigt, Schuld steigt. |
| Abschreibung | Abschreibungen an Anlagevermögen | Aufwand steigt, Buchwert sinkt. |
Bei einer Ausgangsrechnung ist die Umsatzsteuer keine eigene Einnahme. Sie wird als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt erfasst. Bei Eingangsrechnungen ist Vorsteuer grundsätzlich eine Forderung gegen das Finanzamt, sofern Vorsteuerabzug zulässig ist.
Deshalb sollten Bruttobetrag, Nettobetrag und Steuerbetrag immer getrennt geprüft werden.
Häufig werden Zahlung und Rechnung doppelt als Aufwand oder Umsatz gebucht. Richtig ist: Die Rechnung erfasst Aufwand/Ertrag und offene Posten. Die Zahlung gleicht Forderung oder Verbindlichkeit aus.
Die Themen hängen zusammen: EÜR, doppelte Buchführung, Soll und Haben, Buchungssätze, GuV und Bilanz erklären jeweils einen Teil des gesamten Rechnungswesens.
Bestimme den Geschäftsvorfall, die betroffenen Konten, die Kontenarten, die Richtung der Veränderung und schreibe dann Sollkonto an Habenkonto.
Ein einfacher Buchungssatz betrifft ein Sollkonto und ein Habenkonto, zum Beispiel Bank an Forderungen.
Ein zusammengesetzter Buchungssatz betrifft mehrere Konten auf einer Seite, zum Beispiel Aufwand und Vorsteuer an Verbindlichkeiten.
Bei Ausgangsrechnungen steht Umsatzsteuer typischerweise im Haben. Bei Eingangsrechnungen steht Vorsteuer typischerweise im Soll.
Regelt unter anderem Gewinnermittlung, Betriebsausgaben und Einnahmenüberschussrechnung.
Nennt steuerliche Umsatz- und Gewinngrenzen für bestimmte Buchführungspflichten.
Grundnorm zur handelsrechtlichen Buchführungspflicht für Kaufleute.
Regelt Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Jahresabschluss.
Gliederung der Bilanz für Kapitalgesellschaften.
Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung für Kapitalgesellschaften.